Rechtsanwalt in Italien

Rechtsanwalt in Italien

Der Weg zu einer juristischen Karriere in Italien besteht aus mehreren Jahren Studium und Praktika

Der italienische Begriff “Avvocato” bedeutet Rechtsanwalt, Rechtsbeistand und Rechtsberater.

Zukünftige Anwälte müssen zunächst nach 3 Studienjahren einen Hochschulabschluss in Rechtswissenschaften ablegen, die sog. “Laurea in Scienze Giuridiche”. Danach folgt ein 2-jähriges Aufbaustudium, die “Laurea Specialistica in Giurisprudenza” oder ein 5-jähriges Masterstudium, die “Laurea a ciclo unico Magistrale in Giurisprudenza”.

Der angehende Rechtsanwalt muss seinem Studium ein 2-jähriges Praktikum in einer etablierten Kanzlei anschliessen und muss dann die Zulassungsprüfung für Rechtsanwälte ablegen, um als Anwalt praktizieren zu können.

Nach bestandender Prüfung für den Zugang zum Beruf der Rechtsanwalts und der Aufnahme in die italienische Rechtsanwaltskammer, “Consiglio dell’Ordine degli Avvocati”, ist der italienische Rechtsanwalt nun in der Lage landesweit zu praktizieren, nicht nur dort, wo er seine Zulassung erlangt hat.

Die Zuständigkeiten eines italienischen Rechtsanwalts sind weitreichend

Sie umfassen Zivilrecht, Kriminalrecht, Arbeitsrecht, Konkursrecht, Finanzrecht, Verwaltungsrecht, Erbrecht und Beschwerdeverfahren vor Gericht.

Ein italienischer Rechtsanwalt ist an die berufsethischen Regeln gebunden

Integrität, Würde und Anstand gehören zu den Verhaltenspflichten eines italienischen Rechtsanwalts. Ein Verstoss gegen den ethischen Verhaltenskodex führt zu einem Disziplinarverfahren.

Zur Ausübung des Rechtsanwaltberufs bedarf es absoluter Redlichkeit und Integrität. Ein italienischer Rechtsanwalt darf keine rechtlichen Schritte einleiten oder sich an einem Gerichtsverfahren beteiligen, das in böser Absicht initiiert wurde.

Der rechtliche Verhaltenskodex schützt den Mandanten

Der italienische Rechtsanwalt muss dem Mandanten gegenüber loyal sein und hat eine Sorgfaltspflicht. Ein Rechtsanwalt, der gegen die Interessen seines Mandanten handelt oder einen Fall übernimmt, für den er nicht die nötige Kompetenz hat, verletzt den Verhaltenskodex.

Eine weitere grundsätzliche Pflicht des italienischen Rechtsanwalts ist die Geheimhaltungspflicht.

Die Beziehung zwischen dem italienischen Rechtsanwalt und seinem Mandanten sollte auf gegenseitigem Vertrauen beruhen. Ein Rechtsbeistand muss so gut wie nur möglich die Interessen seines Mandanten verteidigen – im Rahmen der Prozessvertretung und im Einklang mit der Rechtsprechung und den ethischen Grundsätzen des rechtlichen Verhaltenskodex.

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Es sei darauf hingewiesen, das dieser Artikel nur zur allgemeinen Information dient und keine Rechtsberatung ersetzt. Die De Tullio Law Firm haftet fuer keine hier getroffenen Aussagen.

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